🌈 Save the Date! 🌈
Im Juni kommen wir ins Gerede und starten mit unserer Podiumsdiskussion am:
📅 01. Juni | 18 Uhr
📍 riesa efau Saal: Runde Ecke (barrierefrei)
🎤 Queerer Elternschaft in Deutschland mit Blick nach Europa
Was bedeutet Familie heute? Queere Elternschaft macht sichtbar, wie vielfältig Lebensrealitäten von Familien längst sind und wo gesellschaftliche sowie rechtliche Gegebenheiten noch auseinandergehen. Welche Hürden bestehen aktuell in Deutschland? Welche Entwicklungen zeichnen sich ab? Und was zeigt der Blick nach Europa?
Wir sprechen über queeren Kinderwunsch, unterschiedliche Familienkonstellationen, soziale und rechtliche Herausforderungen sowie die Bedarfe der Communities. Dabei verbinden wir persönliche Erfahrungen mit fachlichen Perspektiven und einem vergleichenden Blick über die Grenzen.
Ihr seid herzlich eingeladen, zuzuhören, Fragen zu stellen und eure eigenen Erfahrungen einzubringen.
Unsere Moderation:
Lisa Bendiek: Autorin, Moderatorin und queere Mutter mit freiberuflicher Tätigkeit, unter anderem als Trainerin für feministische Rhetorik sowie als Dolmetscherin für die Mobile Opferberatung für Betroffene rechter Gewalt in Sachsen-Anhalt. Hauptberuflich ist sie als Referentin in der diskriminierungskritischen Bildungsarbeit tätig, derzeit mit Schwerpunkt auf rassismuskritischer Sensibilisierung für Pädagog*innen in Sachsen und Argumentationstraining im Umgang mit Rechtspopulismus.
Unsere Referent*innen:
Constanze Körner: Seit mehr als 25 Jahren engagiert sich Constanze Körner für Regenbogenfamilien. Seit der Gründung von LesLeFam e.V. übernimmt sie die leitenden Aufgaben des Vereins und verantwortet die geschäftsführende Leitung sowie die Projektkoordination. Gemeinsam mit dem Team entwickelt sie Projekte für Lesben* und queere Menschen und macht Vernetzungsarbeit in Berlin auf Landes- und Bundesebene. 2019 wurde sie mit dem Magnus-Hirschfeld-Preis ausgezeichnet und ist zudem Beirätin beim LesbenRing e.V.
Juli Heinicke: Juli Heinicke ist Rechtsanwältin und betreibt eine eigene Kanzlei in Berlin. Sie berät insbesondere Menschen der LGBTQIA+-Community im Bereich des Familienrechts. Zudem ist sie Mitglied der Familienrechtskommission des Deutscher Juristinnenbund e.V. und engagiert sich ehrenamtlich als Rechtsberaterin für die TIN*-Rechtshilfe und den Verband Queere Vielfalt (LSVD).
Mooooon: Mooooon arbeitet als Choreograf, Performer, Videoproduzent und Kurator mit einem Schwerpunkt auf Aktivismus und Community-Building. Aus einer queeren, situierten Perspektive als nicht-binäre, chronisch kranke Person und Elternteil mit Klassismus- und Fluchterfahrungen in der Herkunftsfamilie. Seine Praxis verbindet Kunst und politische Organisierung und schafft solidarische, barrierearme Räume, in denen Machtverhältnisse, Repräsentation, Klassismus und Körpernormen kollektiv verhandelt werden. In Projekten wie wilde pferde, POLYMORA Inc., dem Festival FAMILIA*FUTURA und der Online-Plattform NICHT NUR MÜTTER entwickelte er langfristige, nicht-hierarchische Strukturen für Austausch, Empowerment und Zugänglichkeit an der Schnittstelle von Kunst und Aktivismus. Seit 2023 engagiert er sich zudem im selbstorganisierten TWIKX e.V. in Leipzig und stärkt dort durch kollektive Organisation, Ressourcen-Sharing und inklusive Raumgestaltung nachhaltige Community-Strukturen.
Unsere zweite Veranstaltung, das Erzählcafé „Queeres Leben in der DDR“ findet statt am:
📅 29. Juni | 17 Uhr
📍 Gedenkstätte Bautzner Straße, Dresden (barrierefrei)
💬 Queeres Leben in der DDR
Dieses Erzählcafé wird mit Unterstützung der Stiftung Sächsische Gedenkstätten organisiert und ist der Auftakt einer Veranstaltungsreihe zu queerem, sächsischem Leben in der DDR. Ziel ist es, mit Menschen unterschiedlicher Generationen über die Handlungsspielräume queerer Personen in der DDR ins Gespräch zu kommen. Wir möchten diesen Erfahrungen mehr Raum geben und einen Austausch darüber ermöglichen.
Mit dieser Reihe rücken wir einen bislang vernachlässigten Aspekt der DDR-Aufarbeitung in den Fokus: die strafrechtliche Verfolgung, Inhaftierung und gesellschaftliche Ausgrenzung von lsbtiaq+ (lesbischen, schwulen, bisexuelle, trans*, inter*, a_sexuellen und queeren) in Sachsen.
Welche direkten und indirekten Auswirkungen hatte die strafrechtliche Verfolgung von Homosexualität und die Diskriminierung von Transgeschlechtlichkeit in der DDR auf die Lebenswirklichkeit queerer Menschen? Welche organisierten Formen der Selbstbehauptung und des Widerstands waren innerhalb des Systems möglich? Wie haben sich die Spielräume queerer Menschen von der Transformationszeit bis heute verändert?
Wir blicken zurück auf Zeiten gesellschaftlicher, rechtlicher und politischer Transformation sowie auf Fortschritte bei der Normalisierung und Institutionalisierung von Vielfalt und Antidiskriminierung. Gleichzeitig stehen wir erneut an einem gesellschaftlichen Kipppunkt, an dem klar wird, dass erkämpfte Rechte nicht in Stein gemeißelt sind, sondern nach wie vor verteidigt werden müssen.
Das Erzählcafé ist eine offene Gesprächsrunde. Alle sind eingeladen, sich aktiv einzubringen und ihre eigenen Erfahrungen und Perspektiven mitzubringen. Mit dabei sind u.a.:
Die beiden Zeitzeug*innen:
Samirah Kenawi (geb. 1962 in Ostberlin): Mitgründerin von Gerede und Aktivistin der DDR-Frauen- und Lesbenbewegung
Nach ihrem Abitur absolvierte sie eine Tischlerinnenlehre und studierte später Holzverarbeitung an der TU Dresden. 1987 war sie an der Gründung von Gerede beteiligt. Gerede war der erste Arbeitskreis Homosexualität, der sich regelmäßig außerhalb kirchlicher Räume im damaligen Jugendclub Scheune in der Alaunstraße traf. Allen Engagierten war klar, dass dieser Arbeitskreis ständig unter Beobachtung durch die Stasi stand. Dieser Arbeitskreis war der Ausgangspunkt für den ersten queeren Verein in Dresden, dem Gerede e.V. Nach Abschluss ihres Studiums zog Kenawi zurück nach Berlin. Dort gründete sie im Rahmen des Frauenzentrums Fennpfuhl eine Frauenbibliothek und ein Frauenarchiv. Daraus entstanden 1990 die Frauenbibliothek im EWA-Frauenzentrum sowie das Archiv GrauZone, das Dokumente der DDR-Frauen- und Lesbenbewegung bewahrt und der Öffentlichkeit zugänglich macht. Für Kenawi ist diese Arbeit untrennbar mit dem Verständnis verbunden, dass Geschichte nie isoliert betrachtet werden darf: „Die Geschichte von Emanzipationsbewegungen kann nur eingebettet in das jeweils historische Umfeld wirklich verstanden werden. Wir können aus dieser Geschichte manches für die heutigen Kämpfe lernen.“
Hans-Jürgen Barth (geb. Hempel, 1951 in Berlin geboren): Politischer Aktivist in der DDR, heute Bildungsreferent in der Gedenkstätte Bautzner Straße
Nach seiner Kindheit in verschiedenen Heimen und bei Pflegeeltern absolvierte er eine Ausbildung zum Chemiefacharbeiter und studierte an der Offiziershochschule in Zittau. 1974 kam der Wendepunkt: Nach seinem Outing als schwul und der anschließenden Scheidung wurde er vom Parteisekretär diskriminiert und aus seiner Tätigkeit als Redakteur gedrängt. Nach seinem Umzug nach Dresden sah er sich zudem mit der Staatssicherheit konfrontiert. 1976 lehnte er eine Anwerbung als inoffizieller Mitarbeiter ab und stellte einen Ausreiseantrag. Am 14. April 1977 bekräftigte er dies durch eine Plakataktion auf der Prager Straße: „Ich bin kein Sklave der DDR! Ich fordere meine Ausreise aus diesem Regime, wo es Diskriminierung, Berufsverbote und keine Menschenrechte gibt“. Infolgedessen wurde er wegen mehrfacher „staatsfeindlicher Hetze“ verurteilt und von April 1977 bis Juni 1978 in politischer Haft (U-Haft Bautzner Straße, Zuchthaus Cottbus, Karl-Marx-Stadt). Im Juni 1978 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft. Nach der Wiedervereinigung kehrte Hans-Jürgen Barth nach Dresden zurück. Heute gibt er Bildungsveranstaltungen in der Gedenkstätte Bautzner Straße und leitet den Gay-Stammtisch des Gerede e.V. Barth kann nicht nur über die gesellschaftliche Ausgrenzung als offen schwuler Mann in der DDR berichten, sondern auch vom schwulen Dresden der 1970er Jahre. Mit seiner Arbeit ermutigt er nachfolgende Generationen, sich selbst treu zu bleiben und zum eigenen Begehren zu stehen.
und Wissenschaftler*in:
Bob Sieber (geb. 1998): Kulturwissenschaftler*in und Erziehungswissenschaftler*in. Interessiert sich für Gender/Queer Studies, Kulturgeschichte und forscht zum Thema Trans* in der DDR.
Zugänge und Barrieren
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Die Gedenkstätte verfügt über eine selbstöffnende Eingangstür mit einem Schalter für Rollstuhlfahrer*innen. Die Aufzugstür ist 90 cm breit und hat eine Fläche von 95 x 138 cm. Der Veranstaltungsraum ist für Rollstuhlfahrer*innen über den Aufzug erreichbar. Die Gedenkstätte verfügt über ein barrierefreies WC. Eine Hörschleife steht zur Verfügung. Falls Sie Fragen oder Bedenken zu Ihrem Besuch haben, kontaktiere sie uns gerne im Vorhinein.
Anreise
Auf dem Gelände der Gedenkstätte gibt es nur sehr wenige Parkplätze. In der Nähe befinden sich die beiden Parkhäuser Bavaria Parkgaragen (Am Waldschlösschen 4) und die Tiefgarage Am Brauhaus (Am Brauhaus 12).Wir empfehlen daher den öffentlichen Nahverkehr mit der Straßenbahn Linie 11 Haltestelle „Angelikastraße “ oder mit dem Bus Linie 74 oder 261 Haltestelle „Angelikastraße“.
DIE VERANSTALTUNGEN SIND KOSTENLOS & OHNE ANMELDUNG!
Wir freuen uns auf euch!



Queersensibler Gewaltschutz – Thementage in Dresden
Wir laden alle Interessierten herzlich zu den Thementagen „Queersensibler Gewaltschutz“ in Dresden ein! Die Veranstaltungsreihe begleitet die Veröffentlichung der neuen Broschüre „Gewalt in queeren Beziehungen“ und bietet Workshops, Podiumsdiskussionen und ein Filmscreening.
- 25. Februar 2026 – Hole of Fame, Dresden (18:30 Uhr)
Podiumsdiskussion & Release der Broschüre mit Meli Pißner (StoP), Sabrina Wittayer (bellis e.V.), Sophie Koch (Sächsischer Landtag), Jo Knoop (Gerede e.V.) & Tia Morgen (Autorin).
Queerfeindlichkeit im Netz. Eine Onlineveranstaltung für pädagogische Fachkräfte
🗓 Datum: 4. Dezember 2025
🕒 Uhrzeit: 14-16 Uhr
📍 Ort: Online via Zoom (der Link wird nach Anmeldung verschickt)
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Es gibt ein Awareness-Konzept.
Queere Menschen erleben im Internet häufig Diskriminierung, Hass und Ausgrenzung. Das Spektrum reicht von subtilen Kommentaren bis hin zu Gewaltandrohungen und offener Hetze. Besonders Kinder und Jugendliche sind im digitalen Raum einem hohen Risiko ausgesetzt und oft ohne ausreichende Schutzmechanismen oder Unterstützung.
Insbesondere trans* und mehrfachdiskriminierte Personen wie geflüchtete oder migrierte Menschen sind überproportional häufig Zielscheibe von Hass im Netz. Fast zwei queerfeindliche Angriffe pro Woche wurden allein 2022 bei HateAid dokumentiert – mit hoher Dunkelziffer. Außerdem gaben in einer Umfrage in Berlin 62 % der befragten trans* Personen an, bereits Angriffe im digitalen Raum erlebt zu haben. Die Gewalt reicht von Hatespeech, Doxxing (absichtliche Veröffentlichung persönlicher Informationen ohne Zustimmung) und sexualisierter Gewalt bis hin zu Drohungen analoger Gewalt, häufig sogar Morddrohungen. Dabei sind die Grenzen zwischen digitaler und analoger Gewalt fließend: Digitale Hetze kann reale Angriffe befeuern.
In dieser Online-Veranstaltung nehmen wir queerfeindliche Dynamiken im Netz unter die Lupe. Gemeinsam schauen wir uns an, wie und auf welchen Plattformen sich Queerfeindlichkeit online zeigt und welche Formen von Aktivismus ihr entgegengesetzt werden können. Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten mit oder ohne Vorkenntnisse.
👉 Die Veranstaltung findet im Rahmen der neuen Lernplattform „Queere Bildung in Sachsen“ statt, die Wissen, Austausch und Materialien rund um sexuelle und geschlechtliche Vielfalt bündelt.
Referentin: Romina Nölp
Romina ist Sozial- und Medienpädagogin und arbeitet in Frankfurt in der Schulsozialarbeit. Als freie Referentin unterstützt sie außerdem pädagogische Fachkräfte bei Fragen zu medienpädagogischen Phänomenen und gibt Tipps zur Bewältigung digitaler Herausforderungen wie Cybermobbing, Sexting und Hatespeech.
Anmeldung: Bitte meldet euch 👉hier bis zum 26. November an.
Teilnahmegebühr: 5€ oder empfohlener Solibeitrag: 15€, kostenlos für Auszubildende und Studierende
Gerede e.V. bei der Volksbank Dresden-Bautzen eG
IBAN: DE69 8509 0000 2618 9110 15
BIC: GENODEF 1DRS
Antidiskriminierungsregel:
Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen (einschließlich der AfD) angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, queerfeindliche, transfeindliche (TERFs not welcome!, Vgl. zu TERFs: „Was sind TERFs?“) oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.




Lesung „LIEBESMACHT“ mit Nora Kellner am 10.12.2025

🗓 Mittwoch, 10.12.2025, 17 Uhr
📍 Stadtteilhaus Dresden, Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden, Raum 18
Eintritt frei
Veranstaltungssprache: Deutsche Lautsprache
Zugänge und Barrieren: Der Zugang zu unseren Räumlichkeiten ist leider nicht barrierefrei. Es müssen zehn Stufen gegangen werden und es gibt keine rollstuhlgerechten WCs.
Falls du Fragen oder Bedenken zu deinem Besuch bei uns hast, kontaktiere uns bitte.
Liebe wird oft als höchstes Ideal verklärt. Doch was, wenn dieses Ideal mehr ein gesellschaftliches Konstrukt als eine universelle Wahrheit ist? In ihrem neuen Buch „LiebesMacht“, dekonstruiert Nora Kellner den romantischen Liebesbegriff und zeigt auf, wie eng er mit dem Kapitalismus und dem Patriarchat verwoben ist. Was bedeutet das für Menschen, die außerhalb dieser Normen leben, für aromantische und asexuelle Personen? Welche Beziehungsformen werden systematisch abgewertet? Und wie können Alternativen aussehen? Von romantischen Freund*innenschaften, queerplatonischen Beziehungen bis zum selbstbestimmten Alleinsein eröffnet dieses Buch neue Perspektiven auf Nähe, Intimität, Zugehörigkeit und stellt die entscheidende Frage: Welche Utopien werden möglich, wenn wir Liebe anders denken? Provokant, tiefgründig und zukunftsweisend: ein radikaler Blick auf Liebe und Beziehungen, der unsere Vorstellungen herausfordert und neue Räume für Verbindung schafft.
Nora Kellner ist selbst aromantisch und asexuell und lebt freund*innenschaftszentriert. Ihre Erfahrungen sind ein essenzieller Teil des Buches und bewegen sie dazu gesellschaftliche Diskriminierungsstrukturen sichtbar zu machen.
Workshop am 18. November: „TIN-Personen professionell untersützen“

Am 18.11.2025 leitet Anne Liebeck (keine Pronomen) vom Gerede e.V. einen Vertiefungsworkshop mit dem Titel „TIN-Personen professionell unterstützen“.
🗓 Wann? Dienstag 18.11., 17-20 Uhr
📍 Wo? Kosmotique, Martin-Luther-Straße 13, 01099 Dresden
Veranstaltungssprache: Deutsche Lautsprache
Welche Strategien in der Beratung, Begleitung und Therapie von trans, inter und nicht-binären (TIN) Personen sind hilfreich, welche nicht? Welche Herausforderungen und Chancen sehe ich bei mir in meiner professionellen Haltung und Begleitung von TIN-Personen? Was bedeutet das Konversionstherapie-Verbot in der Praxis? Neben der Behandlung dieser Themen geht es im Workshop darum, Handlungssicherheit herzustellen, (eigene) Vorstellungen von Geschlecht kritisch zu hinterfragen, Best- und Worst-Practice-Beispiele aus der Psychologie/Psychiatrie kennenzulernen, die Problemlagen und Bedarfe von TIN-Personen zu erfahren und hilfreiche Materialien kennenzulernen. Achtung: Im Workshop werden Queer- und TIN-Feindlichkeit thematisiert.
Kooperation: Theaterstück „Blaupause“ an der Landesbühne Sachsen in Radebeul
Schauspiel von Leo Lorena Wyss, ab 14 Jahren, 15.9.-2.10.2025
In Kooperation mit dem jungen.studio der Landesbühne Sachsen bieten wir Nachgespräche zu dem Stück „Blaupause“ und begleitende Projekte zu sexueller und geschlechtlicher Vielfalt an.
Das Stück erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die bei einem jährlichen Familientreffen auf ihre erste große Liebe zurückblickt. Zwischen Floskeln, neugierigen Fragen und dem üblichen Ablauf erinnert sie sich an „Blau“ – eine Frau, die sie auf einer Party kennengelernt und in die sie sich verliebt hat. Die Beziehung war aufregend und neu, zugleich ihre Entdeckung, dass sie Frauen liebt. Doch Blau wird krank und stirbt, und die Protagonistin bleibt mit Trauer, Erinnerungen und der Frage zurück, wer sie ist – Tochter, Nichte, Cousine, Frau, Freundin – ohne Blau an ihrer Seite.
Das Hörspiel-Theaterstück verbindet Coming-of-Age, erste Liebe und den Verlust eines geliebten Menschen zu einer poetischen Reflexion über Erinnerung, Identität und Abschied.
👉 Tickets und weitere Informationen zum Stück gibt es hier.
Gerede e.V. bei Fachkonferenz „Mapping Identities“ vertreten
Am 23. September 2025 findet im Deutschen Hygiene-Museum Dresden die Fachkonferenz „Mapping Identities: Persönlichkeitsentwicklung mit Kultureller Bildung“ statt. Unser Bildungsreferent Liam S. Rogall wird dort auf einem Podium vertreten sein und unser Kooperationsprojekt mit dem Hygiene-Museum „All you need is love: Sexuelle Orientierung, Geschlechter und Antidiskriminierung“ vorstellen.
Die Konferenz widmet sich Fragen der Identitätsfindung junger Menschen, vermittelt Grundlagen zu geschlechtsbezogenen Diskriminierungsformen und stärkt die Handlungssicherheit im Umgang mit queeren Jugendlichen.

👉 Mehr Infos und Anmeldung: proqua-kms.de/proqua-veranstaltung/identities
Infoabend „Queere Pflegeelternschaft“am 9. September 2025
Die Beratungsstelle „Pflegekinder in Dresden“ der Diakonie und die Fach- und Beratungsstelle LSBTIQ(*) des Gerede e. V. laden herzlich zum Infoabend „Queere Pflegeelternschaft“ ein.
Datum und Zeit: 9.9.2025, 17-19 Uhr
Ort: Stadtteilhaus, Prießnitzstraße 18, 01099 Dresden (Nicht-Barrierefrei, es müssen mehrere Stufen bis ins 1. Obergschoss zurückgelegt werden, das Angebot findet in deutscher Sprache statt.)
Was erwartet Sie?
- Vorstellung der Arbeitsgebiete der Beratungsstelle „Pflegekinder in Dresden“
- Notwendige Schritte hin zur Entscheidung ein Pfelgekind aufzunehmen
- Ein kurzer Überblick über die Aufgaben und Möglichkeiten von Pflegeeltern
- Informationen zu Rahmenbedingungen und Unterstützungsmöglichkeiten
Um in einen guten Austausch an diesem Abend zu kommen, sind ihre Fragen zum Thema sehr willkommen.
Das Angebot ist als Informationsabend konzipiert, es ist also völlig in Ordnung, wenn Sie sich vorab erst einmal nur informieren möchten.
Workshop zum neuen Selbstbestimmungsgesetz am 30. Juli 2025 in Görlitz
Was bedeutet das Selbstbestimmungsgesetz für dich? Am 30.7. läd das Feministische Forum zusammen mit dem Gerede e.V. zu einem Workshop in die Fintarie (Hospitalstraße 29 in Görlitz) ein. Er findet von 16-18 Uhr statt und ist kostenlos, ohne Anmeldung & all genders welcome. Kommt vorbei und stellt Fragen, bringt euch ein – wir freuen uns auf euch!

Paneldiskussion „Queeres Leben in der Peripherie“ in der Botschaft der Niederlande am 25. Juli 2025
Wir waren anlässlich des Berliner CSDs auf einem Panel in der Niederländischen Botschaft zu queerem Leben in der Peripherie vertreten. Es ging um queere Sichtbarkeit und sichere öffentliche Räume – auch jenseits der Großstädte
Mit auf dem Podium:
Dr. Teresa Tammer, stellv. sächsische Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und Autorin des Buches „Warme Brüder im kalten Krieg“
Jonas Löschau, Kommunalpolitiker für Bündnis90/Die Grünen in Bautzen und Mitorganisator der Bautzener CSD
Alex Bakker, Historiker und Autor des Buches „Transgender in Nederland. Een buitengewone geschiedenis“ („Transgender in den Niederlanden. Eine außergewöhnliche Geschichte“)
Anina Falasca, Historikerin und Bildungsreferentin beim Gerede e.V.
Auf dem Panel wurde deutlich, dass Queerfeindlichkeit gezielt als Brückenideologie genutzt wird – von extrem rechten Gruppen ebenso wie von Teilen der gesellschaftlichen Mitte – mit dem Ziel, sich mit Queers zu entsolidarisieren. Die Diskussion zeigte, wie CSDs in ländlichen Regionen zur Projektionsfläche für Hass werden und gleichzeitig ein starkes Zeichen der Sichtbarkeit von lsbtiaq+ Personen sind. Es wurde klar benannt, dass queere Menschen – besonders auf dem Land, in prekären Lebenssituationen oder als mehrfach diskriminierte Personen – dringend sichere Räume, politische Unterstützung und gesellschaftliche Solidarität brauchen.


Workshop an der TU Dresden!
Wie kann Vielfalt im Klassenzimmer thematisiert und diskriminierungssensibel begleitet werden? Am 25. Juni 2025 bieten wir einen praxisnahen Workshop an der TU Dresden an.
📍 Ort: Open Space im Lehr-Lern-Raum Inklusion, Seminargebäude II, Raum 22
🕑 Zeit: 14:00–16:00 Uhr
Der Workshop richtet sich an Lehramtsstudierende und alle, die sich für queersensible Bildung interessieren.
👉 Weitere Infos und Anmeldung hier.

🌈 17. Mai 2025 Internationaler Tag gegen Queerfeindlichkeit 🌈 – „Still here & Queer – Queere Rechte verteidigen!
Der Gerede e.V. lädt am 17. Mai 2025 von 15 bis 17 Uhr zu unserer Kundgebung im Alaunpark Dresden ein, um ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit zu setzen. Der Tag erinnert daran, dass Homosexualität vor 35 Jahren aus dem Diagnoseschlüssel der WHO gestrichen wurde, was einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung queer lebender Menschen darstellt.
Angesichts aktueller Herausforderungen wie Hasskriminalität und den rechtlicher Entwicklungen für trans Personen möchte die Veranstaltung die Sichtbarkeit und den Widerstand queerer Gemeinschaften in Dresden, Sachsen und Deutschland stärken. Es gibt Redebeiträge von Organisationen, Vereinen und Einzelpersonen, eine Liveband für gute Stimmung, sowie einen Info-Stand. Die Veranstaltung ist barrierefrei zugänglich und wird mit Gebärdensprachdolmetschung in Deutsch unterstützt.
Wir freuen uns auf euch!

Onlineaustausch für pädagogische Fachkräfte
Sie möchten sich mit Lehrkräften und pädagogischen Schulfachkräften anderer Schulen aus ganz Sachsen austauschen, anonymisiert herausfordernde Fälle besprechen und hilfreiche Infos an die Hand bekommen? Einmal im Quartal bieten wir einen kostenlosen, begleiteten Zoom-Raum von anderthalb Stunden für Ihre Anliegen. Hier gibt’s mehr Info.

Queerer Kinderwunsch in Sachsen. Möglichkeiten, Rechte und Realitäten
Podiumsgespräch mit Mooooon (Künstler*in und Aktivist*in), Maria (Kinderwunschgruppe Gerede e.V.) und Yasmin Schnack (Studentin der Rechtswissenschaft), moderiert von Lisa Bendiek (Autorin und Bildungsreferentin)
📆 13.08.2024, 17:00 – 18:30 Uhr
📍 Wir AG, Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden
Welche Möglichkeiten gibt es derzeit, sich den Kinderwunsch als lsbtiqa+ (lesbische, schwule, bi, trans*, inter*, queere, a_sexuelle) Person, insbesondere in Sachsen zu erfüllen? Welche Ärzt*innen in Sachsen und Deutschland führen Kinderwunschbehandlungen durch und wie ist hier die rechtliche Grundlage? Welche politischen Diskussionen finden derzeit statt und wie sind die Aussichten auf eine Reform des Abstammungsrechts, das Regenbogenfamilien noch immer diskriminiert?
In diesem Gespräch möchten wir die verschiedenen Wege zur Familiengründung sowie die rechtliche Situation für lsbtiqa+ Personen in Sachsen beleuchten. Es gibt viele Möglichkeiten, wie private Samenspende, Behandlung in einer Kinderwunschklinik, Pflegeelternschaft, Co-Parenting, Adoption und Leihmutterschaft. Jeder dieser Wege bringt ihre eigenen Herausforderungen und rechtlichen Fragen mit sich.
Seid dabei und informiert euch über Behandlungsmöglichkeiten, rechtliche Aspekte und die konkrete Situation für queere Menschen mit Kinderwunsch in Sachsen!
Lisa Bendiek (sie/ihr) lebt mit ihrer Partnerin und dem gemeinsamen Kind in Leipzig. Sie arbeitet als Referentin für diskriminierungskritische Bildung, als Moderatorin und als Autorin. Ihre aktuellen Schwerpunkte sind rassismuskritische Pädagogik, feministische Rhetorik und Argumentieren gegen Rechtspopulismus. Aktuell schreibt sie ein Buch über Regenbogenfamilien als Vorbilder für gleichberechtigte Elternschaft, das im März 2025 bei Edition Nautilus erscheinen wird. Lisa positioniert sich als weiße cis Frau, als queere Mutter und als westdeutsch sozialisiert.
Mooooon (mooooon/er/ihm) ist eine weiße, nicht-binäre Person, Elternteil zweier Kinder, lebt mit chronischen Krankheiten in Sachsen. Seine Klassismuserfahrungen sind unter anderem durch die körperlichen Behinderungen und Flucht- und Migrationsbiografien seiner Großeltern geprägt, die aus Lettland und der Ukraine (damals Sowjetunion) kamen.
Mooooon ist Künstler:in und Aktivist:in und arbeitet im Bereich Choreographie, Performance und Festival-Organisation und hinterfragt hier (Körper)Normen, eingefahrene Ästhetiken und Machtstrukturen. Aktuell realisiert Mooooon zusammen mit Alisa Treatu eine digitale, interaktive Plattform als Folgeprojekt des Sammelbands „Nicht nur Mütter waren schwanger“ (2018).
https://www.mooooon.de
https://www.instagram.com/mooo.oon.de/
Maria (sie/ihr) engagiert sich ehrenamtlich in der “Kinderwunschgruppe” des Gerede e.V. Sie lebt mit ihrer Partnerin und den gemeinsamen Kindern in Dresden. Sie arbeitet im Bereich der Gleichstellung und hat Gender Studies in Berlin studiert.
Yasmin Schnack (sie/ihr) ist Studentin der Rechtswissenschaft an der Universität Leipzig und dort als studentische Hilfskraft am Institut für ausländisches und europäisches Privat- und Verfahrensrecht tätig. In ihrer Arbeit setzt sie sich insbesondere mit den Möglichkeiten rechtlicher Elternschaft für moderne Familienkonstellationen und den dazugehörigen politischen Perspektiven auseinander.
Zugänge und Barrieren
Der Veranstaltungsraum ist über eine Rampe zugänglich, diese ist allerdings relativ steil. Außerdem gibt es mehrere kleine Stufen an den Türschwellen zu überwinden. Der Wenderadius im Flur vor der Toilette ist nicht ausreichend für einen E-Rolli. Eine Induktionsschleife ist vorhanden. Falls du Fragen oder Bedenken zu deinem Besuch bei uns hast, kontaktiere uns gerne im Vorhinein: kinderwunsch@gerede-dresden.de
Die Veranstaltung finden in deutscher Sprache statt.
Antidiskriminierungsregel
Den Veranstaltenden ist ein respektvolles und diskriminierungsfreies Miteinander sehr wichtig. Störungen oder Beleidigungen führen zum Ausschluss aus der Veranstaltung. Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen (einschließlich der AfD) angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische, queerfeindliche oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

Eine Veranstaltung im Nachgang zu den Aktionstagen zum Internationalen Tag gegen Queerfeindlichkeit in Dresden unter dem Motto „Demokratie sichern!“
